Dänischer Neonazi studiert in Wien

July 5, 2013

Ein gebürtiger Däne namens Leon Mathiasen treibt sein Unwesen in der blau-braunen Facebook-Hass-Szene Österreichs. Mathiasen, der anfänglich unter seinem richtigen Namen schrieb, mittlerweile aber zu „Leon Reconquista“ gewechselt hat, studiert an der Universität Wien Geschichte und interessiert sich insbesondere für „Revisionismus“.

revisionismus

Dementsprechend gestaltet er seine Facebook-Seite. Diese ist gefüllt mit Propaganda-Bildern aus der Zeit des Nationalsozialismus und der üblichen rechtsextremen Hetze gegen Muslime, Schwarze und Linke.

Zeit für Nationalsozialismus zu kämpfen" vermerkt Mathiasen als Beschreibung zu dem Bild des "Bundes deutscher Mädchen"

Darüber hinaus betreibt Mathiasen unter seinem Pseudonym auch einen Blog mit dem bezeichnenden Titel „Ein Ort für Neonazis“.

ein ort für neonazis

An der Wiener Universität dürften seine braunen Aktivitäten nicht unbemerkt geblieben sein. Aktuell beschwert sich Mathiasen darüber, dass Lehrende der Universität Berichte über ihn „an die Stasi“ geschrieben hätten.

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Elmar Podgorschek – Antifa verhöhnt Hochwasseropfer?

June 8, 2013

Nicht nur FPÖ-Chef Heinrich Bumsti Strache versucht sich derzeit darin, mit allen Mitteln die Hochwasser-Katastrophe für seine Zwecke auszuschlachten. Diese Idee hatte offenbar auch der Schweizer Rechtsextremist Ignaz Bearth, ein ehemaliger Neonazi-Aktivist. Gestern Freitag postete er auf seiner Facebook-Seite ein Foto, das von einer deutschen Antifa-Gruppe im Zuge einer politischen Aktion gegen Neonazismus bereits im Jahr 2006 (!) auf der linken Online-Seite “Indymedia” veröffentlicht worden war. Das Bild zeigt Antifa-Aktivisten bei einer symbolischen Aktion: Mit einer künstlich herbeigeführten Flut soll die „national befreite Zone“ Sächsische Schweiz zerstört werden.

bearth

Die Absicht von Bearth ist klar. Mit der Verbreitung des Bildes will er den Hass auf  “die Antifa“, die sich über die Opfer des Hochwasser 2013 (!) lustig mache, schüren. Er kommentiert das Foto mit den Worten:

„Was für ein asoziales Pack! Dieses Bild wurde vor Kurzem von der linken ANTIFA in Dresden stolz präsentiert: Die reinste Verhöhnung für Hochwasseropfern [sic] und Helfer !!!”

Samt Kommentar wurde das Foto von Bearths Facebook-FreundInnen inzwischen bereits hundertfach weiterverbreitet. Unter jenen, die direkt von Bearths Seite aus das Bild „teilten“, sind auch einige FPÖ-Funktionäre, so etwa der hochrangige Politiker Elmar Podgorschek, Spitzenkandidat der oberösterreichischen FPÖ für die Nationalratswahl 2013 oder Werner Rogner, stellvertretender Ortsparteiobmann der FPÖ in Weissenbach an der Triesting.

Podgorschek - asoziales pack

Mittlerweile macht das Foto in FPÖ-Kreisen die Runde. Die rechtsextremen „Identitären“ versuchen gar, mit einer erweiterten Version des Bildes den Hass noch weiter zu schüren und Sympathien zu erwerben (Einfügung “Nazis Raus!” von RFJwatch):

identitäre hochwasser

Ehemaliger Neonazi-Kader als Werbefachmann Haimbuchners?

May 27, 2013

Räder müssen rollen. Und wer stehen bleibt, bleibt eben stehen“ so lautete der Titel eines Werbetextes, der bis vor kurzem auf der Homepage der Filmproduktionsfirma und Werbeagentur „MS Medien Logistik e.U.“ aus St. Agatha (Oberösterreich) nachzulesen war. Die Homepage wurde von Stefan Magnet betrieben, er ist auch der Inhaber der Firma (1). Magnet war Führungskader der bis 2007 aktiven Neonazigruppe „Bund freier Jugend“, die Anlehnung des Titels an „Räder müssen rollen für den Sieg!“, einen nationalsozialistischen Propagandaslogan (2), ist somit vermutlich kein Zufall. Noch im Oktober 2010 nahm Magnet an einem Treffen der neonazistischen “Arbeitsgemeinschaft für demokatische Politik” in Offenhausen teil. Ein Werbevideo seiner Firma „Medien Logistik“ wurde für das Gasthaus Roitmeier in Marchtrenk produziert (3), hier hielt der BfJ über einen längeren Zeitraum zahlreiche Vortragsveranstaltungen ab. Ein weiteres Video wurde für das „Fest der Natur“ in Linz 2012 gedreht (4) – im Auftrag von „Natur im Land Oberösterreich“, einer Organisation, die direkt dem Landesrat Manfred Haimbuchner untersteht. In dem Werbevideo für die Freiheitlichen in Öberösterreich kommt mehrmals der Linzer FPÖ-Sicherheitsstadtrat Detlef Wimmer samt Familie ins Bild. Der BfJ wurde von Detlef Wimmer, der bis 2009 Landesobmann des „Ring freiheitlicher Jugend“ war, in der Vergangenheit als „erlaubte Jugendorganisation“ bezeichnet. Einer seiner Stellvertreter war eine Zeit lang Stefan Haider, der wie Magnet als Kader des BfJ agierte. Auch Andreas Retschitzegger, der Haider beim RFJ Linz vertrat, und andere Funktionäre des RFJ in Oberösterreich waren zeitgleich Mitglied des BfJ.

Vier von fünf Videos, die auf der „Natur im Land“-Homepage anzusehen sind, wurden von „Medien Logistik“ produziert. (5) „Natur im Land Oberösterreich“ ist offenbar der OÖ Akademie für Natur und Umwelt beim Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft unterstellt. Ab dem Frühjahr 2010 verwendete „Natur im Land“ unter dem im Herbst 2009 zum Naturschutz-Landesrat ernannten Haimbuchner ein neues Logo. Dieses ähnelt stilistisch – und freilich rein zufällig – stark jenem des BfJ. Die blaue Kornblume steht im Mittelpunkt.

  1. medienlogistik.at/ (derzeit offline)
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Räder_müssen_rollen_für_den_Sieg!
  3. http://www.youtube.com/watch?v=WT372PUDkl8
  4. http://www.youtube.com/watch?v=NY7sLzrBny0
  5. vgl. http://www.youtube.com/user/Medienlogistik?feature=watch

Strache-Fan verbreitet rassistischen Hass

May 20, 2013

Bruno Hiller aus Wien ist ein großer Fan von FPÖ-Chef Heinrich Strache.

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Somit wenig verwunderlich sind die rassistischen, antisemitischen und pro-nationalsozialistischen Ansichten, die Hiller auf seiner “Facebook”-Seite vertritt. Menschen jüdischer Herkunft unterstellt er etwa nach bekannt revisionistischer Manier, sie würden “lügen”, zeitgleich postet Hiller einen Link zu einer Holocaustleugner-Seite und behauptet, “die Juden” seien “ärger als Hitler”.

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Auch Werbung für andere antisemitische und rechtsextreme Hass-Seiten findet sich auf Hillers “Facebook”-Seite:

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Hiller droht offen mit Gewalt:

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Menschen aus der Türkei werden von Hiller als „Arschtürken“, „Schweine“ und „Gesindel“ bezeichnet. Die „arschvertrottelten“ Politiker – offenbar sind jene gemeint, die für die Migration von Türken in die EU verantwortlich seien – sollen laut Hiller mit „Bomben und Granaten“ beseitigt werden.

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Hiller verlinkt ein “Youtube”-Video mit dem Lied „Wir kommen wieder“ der Deutschen Wehrmacht. Mit diesem müsse man auf der Wiener Ringstraße aufmarschieren, meint er und endet mit „scheiss Türkenpack“. In dem Lied heißt es u.a.: „Wir marschieren heut strahlend, jung und frei an dem Mann vorbei, der mit uns Geschichte macht und über Deutschland wacht!“ Mit “dem Mann” gemeint ist offenbar Adolf Hitler. Eine neue Elite sei notwendig, meint Hiller mit Verweis auf das Lied.

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Ebenfalls von der Deutschen Wehrmacht stammt das Lied “Flieg, deutsche Fahne flieg”, das Hiller ebenfalls auf seiner “Facebook”-Seite veröffentlicht. In dem Lied heißt es: “Die Fahne hoch! Marschiert! Voran der Führer führt. Mit unsern Fahnen ist der Sieg, Flieg, deutsche Fahne, flieg”.

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Hiller postet ein nationalsozialistisches Propaganda-Sujet, das 1944 in der Zeitschrift “Deutsche Frau” veröffentlicht wurde:

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Dem Wiener Bürgermeister Häupl wünscht Hiller “a Messer in den Rücken”.

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Hiller ruft zum Kampf gegen “Türken” und “Auslandscheisser” auf:

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Ex-FPÖ-Gemeinderat und Detlef-Wimmer-Freund verbreitet braune Verschwörungstheorien

April 23, 2013

Bis Februar 2012 war Norbert Geroldinger FPÖ-Gemeinderatsmitglied in der Innviertler Gemeinde Brunnenthal, trat dann aber aus „beruflichen Gründen“ zurück. Seinem Parteifreund, dem Linzer Sicherheitsstadtrat Detlef Wimmer, der gerade kräftig zu rudern hat, um seine Neonazi-Kontakte zu leugnen, greift Geroldinger auf dessen Facebookseite helfend unter die Arme.

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Auf seiner eigenen Facebookseite veröffentlichte Geroldinger Anfang April einen Text, der von der deutschen Neonazi-Partei NPD stammt. In der braunen Verschwörungstheorie wird behauptet, die Neonazigruppe „NSU“ sei „offenbar komplett staatlich gesteuert“ gewesen – das Ziel sei, eine „Anti-Rechts-Hysterie“ zu entfachen.

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Zum Vergleich:

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(Quelle: Facebook-Seite, NPD)

Wimmer-Freund Geroldinger unterstützt die Verbaldiarrhoe der NPD, indem er schreibt: “War eigentlich klar, dass diese NSU-Geschichte eine systemgesteurte (sic) Sache ist.”

Von Jugendsünden und rechtschaffenen Menschen…

February 15, 2013

Das war eine Jugendsünde und lange vor dem Eintritt in die FPÖ. Er hat sich positiv entwickelt und ist jetzt ein rechtschaffener Mensch…“ (Kurier, 15.2.2013), stellt der FP-Bezirksgeschäftsführer in Ried, Erhard Weinzinger, angesichts der nun an die Öffentlichkeit geratenen braunen Vergangenheit von Michael Gruber, stellvertretendem FPÖ-Bezirksobmann, Fraktionsobmann im Gemeinderat von Aurolzmünster und Mitglied des Landesvorstandes der Freiheitlichen Arbeitnehmer, der heute nachmittag aus seinen Ämtern zurücktrat, fest. Gruber hatte dem damaligen Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes in einer Emailnachricht geschrieben: „Du Judenschwein wir werden dich T.. schlagen.“ Auch auf einer Homepage verbreitete er seine Hassideologie. 2004 wurde er wegen NS-Wiederbetätigung und gefährlicher Drohung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Gruber ist neben Michael Lindner und Fabian Wetter bereits der dritte FPÖ-Funktionär aus dem Innviertel, dessen rechtsextreme Ambitionen in den letzten Tagen offen gelegt wurden. Dass sich Gruber seit damals vom Rechtsextremismus keineswegs gelöst hat, beweist nicht nur seine Mitgliedschaft in der FPÖ: Wirft mensch einen Blick auf seine persönliche Seite im Social Network „Google Plus“, fällt unter seinen Freunden ein notorischer Neonazi auf: Rainer Biller: Biller, ein (mittlerweile ehemaliger) NPD-Funktionär veröffentlichte etwa im November 2011 auf seinem Facebook-Profil das Foto eines der Tatorte der NSU-Neonazi-Terroristen. Es zeigte die Imbissbude, in der am 9. Juni 2005 Mitglieder des NSU den Inhaber Ismail Yasar erschossen. »Tod dem Döner, es lebe die Nürnberger Bratwurst« hatte Biller darunter geschrieben. Biller wurde in der Folge zu einer Haftstrafe von vier Monaten, auf vier Jahre zur Bewährung, verurteilt.

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Screenshot der Facebook-Seite von Biller mit von ihm veröffentlichten Bild aus einem NSU-Video

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Screenshot der “Google Plus”-Seite von Michael Gruber

Biller ist nicht der einzige Neonazi in der „Google Plus“-Freundesliste des „rechtschaffenen“ FPÖ-Funktionärs Gruber: Auch Paavo Laitinen, ein rechtsextremer Musiker aus Finnland, ist mit ihm befreundet.

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Links im Bild: Rechtsextremer Liedermacher Paavo Laitinen

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Screenshot der “Google Plus”-Seite von Michael Gruber

Heinrich Strache’s antisemitische Freunde

February 2, 2013

Obwohl er sich angeblich gerade im Urlaub befindet, fand Heinrich Strache gestern Zeit, seinen rechten Senf zu den antifaschistischen Aktivitäten gegen den Schmissgesichterball in der Hofburg abzugeben, auch auf der Facebook-Seite seines Freundes Johann Posch aus Wien findet sich einer seiner Kommentare:

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Johann Posch gehört der weit rechts stehenden Facebook-Hass-Szene an. So fällt er etwa durch zahlreiche antisemitische Äußerungen auf.

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Poschs Abneigung gilt nicht “nur” Menschen jüdischer Herkunft, auch “Zigeuner” kann er nicht leiden und ruft etwa zu bewaffneten Märschen “gegen das Zigeunergesindel” auf:

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Posch kann sich vorstellen, den verurteilten Neonazi Küssel in seiner politischen Organisation als Mitglied aufzunehmen und ihn zu einem “Parade-Österreicher” zu erziehen.

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Poschs Facebook-Seite ist Forum für übelste Weltverschwörungstheorien…

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Posch macht keinen Hehl aus seinen parteipolitischen Ambitionen…

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Die Hass-Seite “SOS Österreich” und ihre UnterstützerInnen – Rassismus, NS-Verherrlichung, Vernichtungsfantasien

November 24, 2012

Heute Samstag veranstalteten Flüchtlinge aus dem Flüchtlingslager Traiskirchen einen Protestmarsch nach Wien, um für eine Verbesserung ihrer Lebenssituation und die Einhaltung ihrer Rechte zu protestieren (siehe hier).

Für die FPÖ-nahe Hass-Seite „SOS Österreich“ ist dies eine willkommene Gelegenheit, gegen die verhassten Flüchtlinge Stimmung zu machen.

Ein Foto der Demonstrierenden und ein kurzes, provokantes Statement der Betreiber der SOS-Österreich-Facebook-Seite reicht, um eine Flut an Beiträgen der gleichgesinnten Gruppenmitglieder auszulösen, die vor Vernichtungsfantasien, positiven Bezügen auf NS-Verbrechen, Rassismus und Ablehnung von Grundrechten nur so triefen und zumindest teilweise den Straftatbestand der Verhetzung bzw. der NS-Wiederbetätigung erfüllen dürften.

Im Folgenden werden lediglich einige der schlimmsten Kommentare wiedergegeben:

Eine Userin mit dem Pseudonym „Süsses Sternchen“ schreibt: „Ne Handgranate und Ruhe is“

Der User Mario Müller schreibt: „so ein Pack dürfte bei mir in österreich sicher keine demo machen !! die wixxer sollen sich mal richtig benehmen .. brav arbeiten gehen.. und keine scheisse bauen … einfacher ist ABSCHIEBEN !!!!“

Die Userin Isolde Supp meint: „Da sollten unsere Bundesländer noch mehr von diesen Gesindel aufnehmen,da gibt es nur eines rein in einen Laster und rüberkippen über die Grenze !!!“

Joachim Müller fordert gar, die Flüchtlinge nach Mauthausen (gemeint ist offenbar das Konzentrationslager, das dort war) zu bringen: „hatt denn keiner die Umleitung nach Mauthausen aufgestellt ??“

„Chris Intruder“ schreibt: „ Scheiß Ausländergsindl!!!“

Frank Aßhoff schreibt: „Wo sind die Geisterfahrer wenn man sie braucht?“

Wilfried Henning meint: „wo ist MG42“

Jörg Abel stimmt zu: „Genau Wilfried, ich wäre dann gerne dein MG Zwo…immer neuen Nachschub zur Hand!“

(Alle Rechtschreibfehler in den Zitaten im Original)

Richard “Benz” Aschbacher – Propagandabeauftragter der FPÖ?

October 22, 2012

Der im Bundesland Salzburg beheimatete Richard „Benz“ Aschbacher dürfte eine Art Propagandabeauftragter der FPÖ sein. Immer wieder entwirft er für sein Idol Heinrich Strache reißerische Propagandabildchen. Und Parteichef Strache dankt es ihm höchst persönlich: „Danke unserem Richi aus Salzburg für seine neue Karikatur“ zwitschert er im April 2012.

Aschbacher ist parteiintern nicht unumstritten. Im Juli muss Parteichef Strache höchstpersönlich das Wort für den “voll und ganz zur FPÖ” gehörenden Propaganda-Funktionär ergreifen:

Im Juni 2012 wird Aschbacher zum Administrator einer (mittlerweile gelöschten) Strache-Facebook-Seite mit immerhin mehr als 10.000 Mitgliedern ernannt.

 Auch für antisemitische Verschwörungstheorien dürfte Aschbacher zu haben sein. Nachdem er auf seiner Facebookseite wie so oft ein Posting zum Thema EU und Wirtschaftskrise abgesetzt hatte, meldet sich ein Werner mit dem teutsch klingenden Nachnamen Golesch zu Wort: „die ganzen banken gehören boykodiert egal wie sie heißen den es sind alles fantasie namen und sind im grunde alle jüdisch !“ (sic)

Was hier in extrem mangelhafter Rechtschreibung abgesondert wird, sind altbekannte Hassparolen: Schuld an der Wirtschaftskrise seien die Juden! Und auch Aschbacher dürfte der selben Meinung sein, zumindest unterstützt er das Geschreibsel, indem er den „gefällt mir“-Knopf drückt. Nochmal meldet sich schließlich Werner Golesch zu Wort, um in diesmal kaum mehr lesbarem „Deutsch“ in altbekannter FPÖ-Manier gegen die bösen „Ausländer“ zu hetzen, die den hart arbeitenden und ehrlichen FPÖ-WählerInnen ja so sehr auf der Tasche liegen: „gehts eich nur ums kindagöd und nix oaweadn owa vom stood göd kassiern ,die kanacken brauchen des olles nid die grian es vom stoot automatisch und grian nu de fieaß vom stoot geküsst .“ (sic)

Das sind die Wähler (Männlichkeitsform angebracht), die Strache und seine schmissgesichtigen Burschenschafterfreunde ansprechen wollen. Und wiederum drückt Heinrich Straches Freund Richard Aschbacher den „gefällt mir“-Button.

 Da verwundert es natürlich nicht, dass auch Aschbacher selbst gerne mal offen antisemitische Reden schwingt. Im Mai 2012 postete er etwa, Rassismus entstehe durch „soziales Ungleichgewicht“ (beides wird ironischerweise von der Partei, die Aschbacher unterstützt, massivst gefördert). Und schließlich bringt „Richi Benz“ altbekannte revisionistische und rechtsextreme Märchen zum Einsatz: Hitler sei bei seinem Kampf gegen das Judentum alleine dagestanden, wäre das deutsche Volk nicht durch den Vertrag von Versailles – der von den 98% der Handelszweige besitzenden jüdischen Geschäftsleuten unterstützt worden sei – ausgebeutet worden.

Hier wird eine klare Täter-Opfer-Umkehr, wie sie im rechtsextremen Milieu üblich ist, betrieben. Die Juden seien die wahren Schuldigen am Zweiten Weltkrieg und letztlich auch an ihrer eigenen Ermordung.

FPÖ-Kontakte zu Neonazi Meinolf Schönborn

October 18, 2012

Meinolf Schönborn, ein deutscher Neonazi, über den der Blog stopptdierechten.at kürzlich berichtete, hat viele Freundinnen und Freunde. Fast 1.800 Personen sind in seiner Facebook-Liste eingetragen, viele von ihnen sind ebenso offensichtliche Neonazis. Aber auch zahlreiche Mitglieder und – teils hochrangige – FunktionärInnen der rechtsextremen FPÖ finden sich in der Liste der Schönborn-Kontakte, die Seite „Blogplus“ berichtete vor kurzem bereits darüber. Wir möchten die Liste nun noch etwas erweitern. Natürlich ist zu bedenken, dass das alles Zufälle sind und natürlich keine der genannten Personen weiß, wer Meinolf Schönborn ist, was Meinolf Schönborn macht, welche Ideologie Meinolf Schönborn vertritt. Auch Kontakte zur rechtsextremen und Neonazi-Szene liegen den genannten Personen völlig fern. Da ist halt mal wieder ein kleiner Ausrutscher passiert und der liebe Meinolf ist halt in die Freundesliste gerutscht. Das kann schließlich schon mal passieren…

FPÖ-FunktionärInnen und -Mitglieder als Facebook-FreundInnen von Meinolf Schönborn (kein Anspruch auf Vollständigkeit, Screenshots liegen der Redaktion vor):

Anton Pertl, FPÖ Millstatt

Gerhard Böhm, Freiheitliche Arbeitnehmer Wien (siehe auch hier)

Dietmar Luschin, FPÖ Traismauer

Ernst Gerdenitsch, FPÖ Mattersburg

Patrick Goldhahn, FPÖ Altenmarkt-Weissenbach (NÖ)

Gertrude Reisinger, FPÖ Leibnitz

Günther Harmuss, stellvertretender Bundesparteiobmann der freiheitlichen Unternehmer (DFU) und Funktionär des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender für die Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Steiermark (siehe auch hier)

Birgit (Schweighart-)Hütter, FPÖ Saalfelden

Johann Tschürtz, Landesgeschäftsführer FPÖ Burgenland

Johanna Schellenhuber, FPÖ Schwechat

Werner Kandler, FPÖ Pradl (Tirol)

Werner Königshofer

Sabrina Lackner, FPÖ Baden

Mario Moser, FPÖ Linz

Sabine Wassicek, FPÖ Drassburg

Rudolf Smolej, FPÖ Bruck an der Mur

Hans-Jörg Jenewein, Leiter der Pressestelle der FPÖ Wien, Landesparteisekretär der FPÖ Wien,

Hans-Jörg Grillitsch, FPÖ Steiermark

Kornelia Keckeis, FPÖ Bregenz

Manfred Pühringer, FPÖ Linz

Josef A. Riemer, Landesparteiobmann-Stellvertreter der FPÖ Steiermark

Siegfried Zeltner, FPÖ Burgenland

FPÖ Eggelsberg

Harald Eggenberger, FPÖ Wels

Karin Berger, FPÖ Gleisdorf

Gerda Busch, FPÖ Vöcklabruck