Archive for November, 2013

Bomben und Gaskammer gegen AsylbewerberInnenheim in Frantschach

November 16, 2013

„Jetzt hots Dreizehn gschlogn!!! A ASYLHEIM in Frantschasch!!!!Boom!!!“ schreit Michael Pietschnig auf seiner Facebook-Seite. Für Pietschnig ist die Schaffung eines Ortes, an dem AsylbewerberInnen Zuflucht finden können, offenbar das Schlimmste, das er sich vorstellen kann. Am Montag dieser Woche wurde im Kärntner Frantschach eine solche Einrichtung eröffnet.

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Wenig überraschend dauert es nicht lange, bis sich die ersten rechten Recken mit den in FPÖ- und rechten Kreisen üblichen Vernichtungsfantasien, Mordaufrufen und sonstigen Unmenschlichkeiten zu Wort melden. Es ist von “Kanacken”, “Assylern” (sic), “A-sozialen” (sic) und “Drecksgesindl” (sic) die Rede. Patrick Grillitsch schlägt etwa vor, eine „bombe“ in das „kanackenheim“ reinzuwerfen und „weg“ sei „da dreck“ (sic). Ein anderer begnügt sich damit „auf die Straßen“ zu gehen. Wenn es gegen missliebige Menschen geht, sind nicht selten sogar Personen zum Demonstrieren bereit, für die Demonstrationen ansonsten ein Ding der Unmöglichkeit sind:

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Für Rene Gutsche wird es jetzt gar Zeit für die Gaskammer:

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Gaskammern dürften für Gutsche generell ein Faszinosum sein:

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In der “Adolf Hitler Highschool” dürfte Gutsche nur ein Buch gelesen haben – “Mein Kampf”:

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Erfreulicherweise melden sich diesmal auch mehrere Personen zu Wort, die dem rechtsextremen Konsens nicht zustimmen wollen:

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Die Kritik an der rassistischen Propaganda und den Vernichtungsfantasien könnte gefruchtet haben: Eine Facebook-Seite, auf der zu einer Demonstration gegen das Asylbewerberheim mobilisiert worden war, wurde rasch wieder gelöscht.

I mog Wels nimma – Hetze geht weiter

November 6, 2013

Vor wenigen Wochen berichteten wir über die Facebookgruppe “I mog Wels nimma”, die von Ewiggestrigen aus der oberösterreichischen Kleinstadt Wels betrieben wird. Mittlerweile hat sich einiges getan: Der wahre Name von “Irene Sagmeister” – Irena Savic – konnte geklärt werden – mittlerweile wurde sie auch von der Polizei ausgeforscht und will sich beim Welser Bürgermeister für ihre Morddrohungen entschuldigen – den angeblichen Entschuldigungsbrief hat Bürgermeister Koits aber unseres Wissens bis heute noch nicht erhalten. Ob wirklich Reue vorliegt, darf angesichts des plakativen Tragens von T-Shirts von Neonazi-Gruppierungen wie “Blood and Honour” und entsprechender Verbindungen ins neonazistische Milieu bezweifelt werden. Das hetzerische Treiben auf “I mog Wels nimma” geht nach einer kurzen Schockstarre nun auch schon wieder weiter. Neben Irena S. dürfte nun auch ein weiteres Mitglied der Gruppe, Martin Ennser, Polizeibesuch erhalten haben:

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Morddrohungen und NS-Wiederbetätigung fallen für die Gruppenmitglieder – wie im rechten Milieu üblich – unter “Meinungsfreiheit”. Zur Erinnerung: Ennser hatte unter anderem gefordert, das KZ Mauthausen wieder “aufzumachen” und “einzuheizen”. Auch hatte er sich bereit erklärt, als “erster Heizer” das “Gesindel” zu “verheizen”:

Gruppenadministrator Markus Bauernfeind versteht die Wels nicht mehr, schließlich würden die Leute nur die “momentane Situation von Wels schildern”. Kurt Berhuber, ehemaliger Spitzenkandidat der rechtsextremen Bürgerliste “Die Bunten” des Neonazis Ludwig Reinthaler, spricht sogar von “GESTAPO Methoden”.

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Reinthaler selbst, der beste Kontakte zum oberösterreichischen Verfassungsschutz unterhalten soll, hetzt weiter wie gehabt:

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v. l.: Kurt Berhuber, Sonja Höfer (Tochter von Reinthaler), Ludwig Reinthaler