Richard “Benz” Aschbacher – Propagandabeauftragter der FPÖ?

Der im Bundesland Salzburg beheimatete Richard „Benz“ Aschbacher dürfte eine Art Propagandabeauftragter der FPÖ sein. Immer wieder entwirft er für sein Idol Heinrich Strache reißerische Propagandabildchen. Und Parteichef Strache dankt es ihm höchst persönlich: „Danke unserem Richi aus Salzburg für seine neue Karikatur“ zwitschert er im April 2012.

Aschbacher ist parteiintern nicht unumstritten. Im Juli muss Parteichef Strache höchstpersönlich das Wort für den “voll und ganz zur FPÖ” gehörenden Propaganda-Funktionär ergreifen:

Im Juni 2012 wird Aschbacher zum Administrator einer (mittlerweile gelöschten) Strache-Facebook-Seite mit immerhin mehr als 10.000 Mitgliedern ernannt.

 Auch für antisemitische Verschwörungstheorien dürfte Aschbacher zu haben sein. Nachdem er auf seiner Facebookseite wie so oft ein Posting zum Thema EU und Wirtschaftskrise abgesetzt hatte, meldet sich ein Werner mit dem teutsch klingenden Nachnamen Golesch zu Wort: „die ganzen banken gehören boykodiert egal wie sie heißen den es sind alles fantasie namen und sind im grunde alle jüdisch !“ (sic)

Was hier in extrem mangelhafter Rechtschreibung abgesondert wird, sind altbekannte Hassparolen: Schuld an der Wirtschaftskrise seien die Juden! Und auch Aschbacher dürfte der selben Meinung sein, zumindest unterstützt er das Geschreibsel, indem er den „gefällt mir“-Knopf drückt. Nochmal meldet sich schließlich Werner Golesch zu Wort, um in diesmal kaum mehr lesbarem „Deutsch“ in altbekannter FPÖ-Manier gegen die bösen „Ausländer“ zu hetzen, die den hart arbeitenden und ehrlichen FPÖ-WählerInnen ja so sehr auf der Tasche liegen: „gehts eich nur ums kindagöd und nix oaweadn owa vom stood göd kassiern ,die kanacken brauchen des olles nid die grian es vom stoot automatisch und grian nu de fieaß vom stoot geküsst .“ (sic)

Das sind die Wähler (Männlichkeitsform angebracht), die Strache und seine schmissgesichtigen Burschenschafterfreunde ansprechen wollen. Und wiederum drückt Heinrich Straches Freund Richard Aschbacher den „gefällt mir“-Button.

 Da verwundert es natürlich nicht, dass auch Aschbacher selbst gerne mal offen antisemitische Reden schwingt. Im Mai 2012 postete er etwa, Rassismus entstehe durch „soziales Ungleichgewicht“ (beides wird ironischerweise von der Partei, die Aschbacher unterstützt, massivst gefördert). Und schließlich bringt „Richi Benz“ altbekannte revisionistische und rechtsextreme Märchen zum Einsatz: Hitler sei bei seinem Kampf gegen das Judentum alleine dagestanden, wäre das deutsche Volk nicht durch den Vertrag von Versailles – der von den 98% der Handelszweige besitzenden jüdischen Geschäftsleuten unterstützt worden sei – ausgebeutet worden.

Hier wird eine klare Täter-Opfer-Umkehr, wie sie im rechtsextremen Milieu üblich ist, betrieben. Die Juden seien die wahren Schuldigen am Zweiten Weltkrieg und letztlich auch an ihrer eigenen Ermordung.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s


%d bloggers like this: