Archive for August, 2011

Neonazi-Konzert in Hall/Tirol

August 27, 2011

Heute, 27. August, soll – offenbar auf einem Firmengelände in Gnadenwald 30 – in Hall/Tirol ein Neonazi-Konzert stattfinden. Treffpunkt für die Veranstaltung ist offenbar ein Cafe in der Faistenbergerstraße, als Veranstalter tritt Harald Frank aus Tirol auf. Das Konzert findet als von der Gruppierung „Heimaterben Tyrol“ veranstaltete „Eröffnungsfeier“ statt, bei der es auch „Musikalische Unterstützung“ geben soll. Bei der Ankündigung des Konzerts wurde gleich vorsorglich hinzugefügt – und dies ist auch als Hinweis auf den Charakter der Veranstaltung zu werten: „Eine Anmerkung noch: Symbole, T-shirts und alles weitere was unter den Verbots § fällt, ist keinesfalls erwünscht, danke dafür!!!“

Auftreten sollen u.a. „Projekt W.“ aus Thüringen und „Finnja“ aus Tirol, auch die „Liedermacherin Isi“ aus Wien hat sich für die Veranstaltung angekündigt und wird vermutlich auftreten.

Projekt W.“ spielten erst kürzlich, am 29. bzw. 30. Juli 2011, bei einem konspirativ organisierten „Zeltwochenende“ der Neonazi-Szene in „Südwestdeutschland“ gemeinsam mit den ebenso braunen Bands/Liedermachern: „Torstein“, „MG42″, „12 Golden Years“, „Preussenstolz“, „Ragnar“ und „Selektion“.

Auf einem 2011 veröffentlichten Demo der Band finden sich Lieder wie „Gute Reise“ (Cover der Band „Kategorie C“), „Heiliges Grab“ (Cover der Neonazi-Band „Frontalkraft“), „Vergeltung“ (Cover der Neonazi-Band und kriminellen Vereinigung „Landser“) und „Guantanamo“ (Cover der Neonazi-Band „Lunikoff Verschwörung“)

Auch auf einem im selben Jahr veröffentlichten Sampler des Neonazi-Labels „White Hope Records“ mit dem Titel „European Day“ sind „Projekt W.“ mit einem Lied („Der Morgen wird unser sein“) vertreten.

Über einen Auftritt von „Projekt W.“ bei einer braunen „Geburtstagsfeier“ im Jahr 2010 wird im einschlägigen Forum „Thiazi“ berichtet: „Eine bis daher unbekannte Band “Projekt W” begann zu spielen. Es wurden ausschlieslich Cover bekannter Bands gespielt! (Stahlgewitter, Freikorps, Division Germania,..). Dann gab es ein kleines Päuschen und der Sänger von Projekt W betrat als “Solist” mit Gitarre die Bühne. Auch er spelte ausschlieslich Cover (…) Nach einer weiteren Pause spielte Projekt W wieder.Es ging weiter mit Covermusik von Sleipnir, Division Germania, KC, Radikahl,…..!“ (Fehler wie im Original)

Die Tiroler Sängerin „Finnja“, die ebenfalls in Hall auftreten soll, veröffentlichte 2010 ihr erstes Album „Für’s Vaterland“ bei dem Neonazi-Label „Oldschool Records“. Im selben Jahr coverte sie auf einer Promo-CD ein Lied der deutschen Neonaziband „Stahlgewitter“. Darüber hinaus ist „Finnja“ auch auf einem 2011 von der braunen Internet-Gemeinschaft „Thiazi“ veröffentlichten Sampler neben Bands mit klingenden Namen wie „Haken X“, „Braune Brigade“ und „Arische Jugend“ mit einem Lied („Weißt du wie es ist?“) vertreten.

Auch die Wiener „Liedermacherin Isi“ wird möglicherweise in Hall auftreten, zumindest will sie anwesend sein. „Isi“ bewegt sich im Umfeld von „Blood and Honour“ Wien, im Jahr 2009 spielte sie bei einem Konzert von „Blood and Honour“ in Kroatien. Auch mit Alexander Christian, dem ehemaligen Generalsekretär der Rechtsanwaltskammer, ließ sie sich ablichten. 2010 stattete sie dem braunen Jugendtreff „Objekt 21“ in Desselbrunn (Oberösterreich) einen Besuch ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sicherheit durch Bräunlinge?

August 15, 2011

Nachdem wir kürzlich einen Blick in den braunen Kärntner Sumpf warfen, wollen wir uns diesmal mit Oberösterreich beschäftigen, genauer gesagt mit einem Bediensteten einer örtlichen Sicherheitsfirma. Nicht gerade selten kriechen Menschen mit rechtsextremer bis brauner Gesinnung bei derartigen Firmen unter – wohl in der Hoffnung – dort ihre Gewaltgelüste und -phantasien ausleben zu können und Macht über andere haben zu können. Hannes Schneider aus Wilhering arbeitet bei einem Security-Dienst in Marchtrenk. Politisch steht er der FPÖ nahe und verehrt den Nationalsozialismus – dies tut er auch auf Facebook vor seinen über 400 FreundInnen – darunter viele FPÖ-FunktionärInnen – kund:

Am 20. April grüßte Schneider einen verfaulten Psychopathen und Massenmörder…

Auch braune „Musik“ hört Schneider gern…

Er warnt vor Angriffen auf “Nazibuden”…

Schneiders besonderer Hass gilt Menschen türkischer Herkunft – er ruft zu Gewalt gegen sie auf und lebt seine rechtsextremen Vernichtungsphantasien offen aus:

Schneider ist für seine Gewaltbereitschaft amtsbekannt – und stolz darauf…

Wenig überraschend verfügt Schneider über zahlreiche Kontakte zur FPÖ und fühlt sich dieser offenbar eng verbunden – zur Erinnerung: Jede Freundschaftsanfrage bei Facebook muss von der Person, bei der angefragt wurde, erst akzeptiert werden…:

Andreas Panek, FPÖ-Gemeinderat Korneuburg

Anton Pertl, FPÖ-Gemeinderat, Millstatt

Andreas Rabl, FPÖ-Stadtrat, Wels

Alfred Pfeiffer, FPÖ-Fraktion Wien-Brigittenau

Werner Rogner, FPÖ Weissenbach an der Triesting

 

Kärntner FPK und FPÖ mit Kontakten zur Neonazi-Szene?

August 10, 2011

David Kandur spielt gerne Poker. 2009 gewann er ein Turnier der Kärntner Poker-Sport-Vereinigung. Aber auch politisch ist Kandur interessiert: Nach eigenen Aussagen „deutschnational“, eng vernetzt mit den Kärntner Freiheitlichen und der FPÖ, vertritt er vor seinen mehr als 2000 Facebook-FreundInnen öffentlich ewig gestrige politische Ansichten: Über einen antirassistischen, Strache-kritischen Kommentar auf seiner Facebook-Seite meint Kandur etwa: „dann musst du aber ganz besonders die juden hassen, denn das sind die größten rassisten auf dem planeten!“ Die Geheime Staatspolizei (GESTAPO) der Nationalsozialisten wird im selben Atemzug von Kandur grob verharmlost: „die gestapo war ein gesangsverein im vergleich zu den methoden, wie da mit den palästinensern verfahren wird!“

Der extrem rechte Attentäter von Norwegen ist für Kandur ein „Zionistenschwein“:

Die Auflösung des Grabes des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess, das seit Jahren eine Pilgerstätte für Neonazis war, ist für Kandur ein „offensichtlicher Rechtsbruch“:

Kandur agitiert offen antisemitisch…

Auch Homosexuelle mag Kandur nicht…

Kein Wunder also, dass Kandur Neonazis (NPD) und Faschisten „gefallen“…

… er „Dokumentationen“ von Neonazis bewirbt…

… er Texte der rechtsextremen Burschenschaft „Olympia“ zitiert…

Nachdem “Volte Volti” alias Valentin Pack, ein Kärntner Neonazi und Cousin von Kandur, ein Video der deutschen Neonazi-Band „Sturmwehr“ auf Kandurs Facebook-Seite verlinkt hat, klickt dieser den „gefällt mir“-Button:

Valentin Pack alias “Volte Volti” mit T-Shirt mit aufgedruckter SS-Rune, Hakenkreuz und “Wewelsburg”-Schriftzug

Auch ein Video der deutschen Neonazi-Band und kriminellen Vereinigung „Landser“ wird von Kandur mit „gefällt mir“ bewertet:

Auf der Facebook-Seite seines Cousins Wendelin Pack alias “Adolf Pate” veröffentlicht Kandur ein antisemitisches NS-Propaganda-Bild, das mit einem Hakenkreuz versehen ist:

Wendelin Pack alias “Adolf Pate” mit SS-Tätowierung und Hakenkreuz-Halskette

Freunde von “Adolf Pate”:

Eng verbunden fühlt sich Kandur mit den Kärntner „Freiheitlichen“ und treibt sich auch gerne auf deren Veranstaltungen herum, jedoch:

…außerdem:

Kandur (l.) gemeinsam mit Gernot Darmann (Landtagsabgeordneter des FPK) bei einem Karaoke-Abend der Klagenfurter Freiheitlichen im Dezember 2010.

Kandur beim Karaoke-Singen mit Christine Jeremias (Freiheitliche Stadträtin in Klagenfurt) und Peter Zwanziger (Freiheitlicher Landtagsabgeordneter in Kärnten)

Kandur (5. v. r.) gemeinsam mit Wolfgang Germ (Stadtrat Klagenfurt, 1. v. r.), Christine Jeremias (Stadträtin Klagenfurt, 2. v. r.) und Albert Gunzer (Vizebürgermeister Klagenfurt, 3.v. r.) beim 29. Stadtparteitag der Klagenfurter Freiheitlichen im Oktober 2010:

Prominente FPÖ-/FPK-PolitikerInnen grüßen Kandur zum Geburtstag – einige Beispiele:

Sandra Wassermann, FPK-Gemeinderätin in Klagenfurt:

Christian Höbart, Nationalratsabgeordneter der FPÖ: