Archive for July, 2011

Königshofer wieder da

July 31, 2011

Nachdem der blaue Nationalrat Werner Königshofer kürzlich wegen seiner menschenverachtenden Rülpser aus der FPÖ ausgeschlossen wurde, um so den Schein einer demokratisch orientierten Partei zu wahren, verschwand kurz auch seine Facebook-Seite aus dem Internet. Nun, nachdem sich die Wogen wieder etwas geglättet haben, ist Königshofer wieder da und bietet wieder ein Forum für die Verbreitung rechtsextremer Hetze.

Auf seiner Seite haben sich auch einige FPÖ-Funktionäre mit Königshofer solidarisiert. So schreibt etwa Franz Hager, Gemeinderat und stellvertretender Ortsparteiobmann der FPÖ in Asten: „Lieber Werner Königshofer! Ich stehe voll und ganz als FPÖ-ler hinter dir und kann einfach nicht über die Vorgangsweise der Fpö – Spitze verstehen (…) Mich widert die Anlehnung an die linke Schickeria schon seit einiger Zeit an. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und bewahre dein starkes Rückrad.“ Auch Sebastian Farnik, der mindestens bis 2010 ein Funktionär der FPÖ in Steinach (Tirol) war und schon in den letzten Jahren durch rechtsextreme Aktivitäten auffiel, meldet sich zu Wort und kritisiert den Ausschluss Königshofers durch Strache mit den Worten: „Der Ausschluss von Strache und seinen Zionistenfreunden ist schon längst überfällig!“

Martin Wagner von der FPÖ-Ortsgruppe in Pongau schreibt: „‎Werner Königshofer wir stehen zu 100 % hinter dir !Du wirst immer freiheitlich Denken darum hast du die Wahrheit gesagt! Ein Parteimitglied seit 1991 Martin Wagner Wir für unser Vaterland wir für dich Werner!(der Gruppengründer Wagner Martin der Gruppen Türkei nicht in die Eu, Fpö Ortsgruppe Pongau,Hc Strache Fan Club!Wir stehen alle hinter dir!“

Weiterhin kann auf Königshofers Facebook-Seite ungehindert gehetzt werden: Gerhard Glatz, ein FPÖ-Sympathisant aus Flirsch in Tirol, schiebt die Schuld für mögliche zukünftige Gewalttaten an AsylbewerberInnen schon mal vorsorglich den „Gutmenschen“ zu: „(…) Es handelt sich bei diesen Typen keineswegs um “Asylwerber”, sondern schlicht und einfach um Kriminelle, welche das System beinhart ausnützen! Solche Typen dürfen einfach nicht geduldet werden! Alle Gutmenschen, die diesem Treiben tatenlos zusehen, sind die wahren Schuldigen, sollte es einmal zu Gewaltexzessen von besorgten Einheimischem gegen diese Typen kommen!! Es mehren sich jedenfalls die Stimmen, das Recht selber in die Hand zu nehmen und sich dieser Verbrecher zu entsorgen, sollte der “Rechtsstaat” nicht endlich seine Bürger und auch die wahren Asylsuchenden schützen!“

Werner Rogner, stellvertretender Ortsparteiobmann der FPÖ in Weissenbach an der Triesting, fühlt sich durch die Forderung des SPÖ-Politikers Kräuter, die rechtsextreme Szene stärker zu überwachen, an alte Zeiten erinnert: „Diese Zusatände hatten wir schon einmal und wird Menschen die als Berufs – vernaderer wie Ölli Karli usw. arbeiten fördern.“ Der Pensionist Karl Raab bezeichnet MigrantInnen als „Migratten“, die SPÖ wolle „unsere Rasse ausrotten durch Überfremdung bzw. Übernahme durch Moslems“. Alfred Strasser kommt gar zu dem Schloss, die „Sozis“ bzw. die „Bilderberger“ seien Schuld an dem Terroranschlag in Norwegen: „(…) sie waren auch zu 100% bei den Anschlag in Oslo beteiligt, meine nicht die SPÖ in Österreich direkt aber von den Sozis in der EU ist das alles bestellt und durchgeführt worden !! (…) Frage an Faymann: Was wurde bei den Bilderberger Treffen besprochen? etwa der Anschlag ?“ (Alle Fehler in den Zitaten im Original)

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Und wieder mal der RFJ Freistadt…

July 15, 2011

Bereits im November 2010 haben wir einen Artikel dem “Ring freiheitlicher Jugend” in Freistadt gewidmet, der über einige Funktionäre verfügt, die keinen Hehl aus ihren Sympathien für Neonazi-Musik bzw. aus ihrer politischen Einstellung machen. Im Umfeld des RFJ Freistadt bewegt sich auch Gerald Schauer aus Hirschbach im Mühlkreis, und auch er ist offenbar Fan braunen Gegröles: Auf der „Pinwand“ seines Facebook-Kontos verlinkt er zahlreiche Videos einschlägiger Bands wie „Kraftschlag“, „Sturm 18“, „Hassgesang“, „Stahlgewitter“ und vieler anderer mehr. Politisch aktiv ist Schauer bei der rechtsextremen Kleinpartei „Heimatpartei Österreich“ (so kündigte er etwa einen “Informationsabend” der HPÖ im April 2011 im Gasthaus “zur Bahn” in Pregarten an) und offenbar auch beim „Ring freiheitlicher Jugend“ in Freistadt, zumindest zeigt ihn ein Foto in RFJ-Fußballdress, u.a. gemeinsam mit dem Freistädter RFJ-Funktionär Dominik Lepschi. Auf einem anderen Foto sieht man Schauer mit einem T-shirt der Neonazi-Band und kriminellen Vereinigung “Landser”.

Einen „Kameraden“ aus Deutschland, der auf Facebook über eine anstehende (Neonazi-)Demonstration in Bremen geschrieben hatte, feuert er mit den Worten an: „(…) ein donnerndes heil aus der ostmark“, „dan[n] wünsch ich euch ein gutes marschieren ohne störende zwischenfälle des dreckigen zeckenpacks [sic]“, „Blut muss fließen!!!!!!!!“. Über das „Deutsche Reich“ meint Schauer: „es muSS wieder kommen sonst wird unser Volk in ein paar generationen ausgerottet sein…“. Einen auf Facebook verlinkten Zeitungsartikel über Kinderadoption durch Homosexuelle kommentiert Schauer mit den Worten: „i wissat a guades mittel um des zu verhindern…“ (…) „aufschlitzen, würgen, hängen, verbrennen….. und viele andere lustige spiele (…)“. Eine Facebook-Veranstaltungsankündigung mit dem Titel “Freiheit für Gottfried Küssel – Freedom for Gottfried Küssel” wurde von Schauer ebenso unterstützt.